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Besondere Merkmale:
Die Venus ist nach Sonne und Mond das hellste Gebilde am Firmament. Er gilt als Morgen- u. Abendstern
Venus wurde nach der römischen Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit benannt. Sie entspricht der griechischen Aphrodite.
Der Astronom Galileo Galilei entdeckte die Phasen des Planeten Venus, ähnlich wie beim Mond.
Venus hat vermutlich einen Kern aus Eisen und Nickel, der etwa 6 000 Kilometer im Durchmesser misst.
Eine Besonderheit von Venus stellt die gegensätzlichen Rotation zur Bewegungsrichtung ihrer Umlaufbahn dar. Im gesamten Sonnensystem ist dies einmalig.
Die Atmosphäre der Venus besteht im wesentlichen aus Kohlendioxid (95 %) gefolgt von knapp 5 % Stickstoff. Wasserdampf, Schwefeldioxid und Sauerstoff konnte auch noch in sehr geringer Menge in der Venusatmosphäre nachgewiesen werden. Diese und andere Erkenntnisse haben wir von den Raumsonden Pioneer-Venus im Jahre 1978 sowie der Sonde Magellan 1990. Ihnen verdanken wir die vollständige Kartographie der Venusoberfläche.
Durch die dichte Wolkenhülle in der Atmosphäre von Venus wird zum einen das Eindringen der Sonnenstrahlung verhindert und zum anderen aber auch das Entweichen der Wärme in den Weltraum verhindert. Dadurch kommt es zu einem Treibhauseffekt und Oberflächentemperaturen von ca. 500 Grad.
Die Venusoberfläche enthält Gebirgszüge, Hochebenen und Vulkane, die jedoch kaum mehr aktiv sind. Größere Einschlagkrater durch Meteoriten sind vorhanden, kleinere Krater unter 3 Kilometer Durchmesser fehlen aber völlig. Man nimmt an, dass die Venusatmosphäre kleinere Meteoriten abhält, die Oberfläche zu erreichen. Sie werden vorher vermutlich in sehr kleine Gesteinsbrocken zerlegt.
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Besondere Merkmale:
Uranus kann man gerade noch mit bloßen Auge sehen, wenn die Bedingungen günstig sind und man die Position des Planeten genau kennt.
Der Astronom F. W. Herschel entdeckte 1781 Uranus, den er zunächst für einen Kometen hielt, da er verwaschen wirkte.
Auch bei Uranus entdeckte man ein Ringsystem. Die Planetensonde Voyager 2 flog im Jahre 1986 am Riesenplaneten vorbei und konnte erst zu diesem Zeitpunkt detailgetreue Bilder des Ringsystems aufnehmen.
Die Uranusringe bestehen aus zentimetergroßen Eisbrocken, die von einer kohlenstoffhaltigen Schicht überzogen sind.
Uranus hat eine Atmosphäre, die hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium (insgesamt 97%) besteht. Ausserdem enthält sie geringe Mengen an Helium, Methan und Spurengasen. Eine innere Wärmequelle besitzt der Planet vermutlich nicht.
Uranus hat 15 bekannte Monde. Die größeren Monde haben Durchmesser von 500 bis 1 600 Kilometer. Die von der Voyager-Sonde entdeckten neuen Monde haben Durchmesser von 25 bis 150 Kilometer.
Sogenannte Hirtenmonde, die auch bei Saturn für die Stabilisierung des Ringsystems sorgen, findet man auch hier bei Uranus.
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Besondere Merkmale:
Bereits im 2. Jahrtausend vor Chr. wurde die Sonne durch die Ägypter unter dem König Echaton verehrt. Die Ägypter sprachen vom Leib der Göttin “Nut”, die den Himmel überspannte, die Sonne wurde morgens geboren um abends wieder von der Göttin verschlungen zu werden. Bei den Griechen war es der Sonnengott Helius, der ein Vierergespann von Sonnenrosse über den Himmel jagte.
Die gewaltigen Energiemengen werden in Innerem durch eine Kernfusion gebildet und hauptsächlich Wasserstoff zu Helium verschmolzen. Dadurch werden gewaltige Energiemengen frei. Die Temperatur der Oberfläche des Planteten beträgt ca. 6 000 C, die Temperatur im Inneren der Sonne ca. 16 Millionen C.
Die Sonne verfügt ca. tausendmal soviel Masse wie alle Planeten des Sonnensystems zusammengenommen.
Die Sonne rotiert in ca. 25,4 Tagen um ihre eigene Achse.
Sonnenflecken sind Erscheinungen der Photosphäre und haben eine niedrigere Temperatur wie ihre Umgebung.
Die Sonnenfleckenaktivität hat ein periodisches Auftreten von jeweils 11 Jahren zwischen maximaler und minimaler Sonnenfleckenanzahl. Sonnenflecken sind magnetische Wirbelgebiete der oberflächennahen Schichten des Gasplaneten. Durch Störungen des Magnetfeldes entstehen die Sonnenflecken.
Sonnenprotuberanzen sind verdichtete Materiewolken höherer Temperatur. Sie bestehen aus heißen Gasen, die nach oben geschleudert werden, die sogenannten Sonnenfackeln. Sie können mehrere hundertausende Kilometer Länge erreichen.
Sonnenaktivitäten können auf der Erde Störungen von Rundfunkwellen im Kurzwellenbereich hervorrufen. In der höheren Atmosphäre der Erde können in Polnähe Polarlichter entstehen.
Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn die Sonne, der Mond und die Erde genau eine Linie bilden und der Kernschatten des Mondes die Erdoberfläche trifft. Im Kernschattengebiet spricht man von einer totalen Sonnenfinsternis im Halbschattengebiet von einer partiellen Sonnenfinsternis. Bei einer ringförmigen Sonnenfinsternis erreicht der Kernschatten des Mondes nicht ganz die Erdoberfläche.
Die Sonne hat eine Lebensdauer von ca. 10 Milliarden Jahren.
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Besondere Merkmale:
Saturn kann man mit bloßem Auge am Himmel erkennen. Die Helligkeit des Planeten gegenüber Jupiter oder Venus ist jedoch schwächer. Schon mit einem kleinen Fernrohr können bei klaren Nächten die typischen Ringe des Saturn erkannt werden.
Den Namen hat Saturn von einer alten italienischen Gottheit, vergleichbar dem griechischen Kronus, dem Vater des Zeus.
Bereits 1659 entdeckte Ch. Huygens mit der Erfindung des Fernrohrs die Ringe des Saturn. Tatsächlich konnten die leistungsstarken Fernrohre des 20. Jahrhunderts mehrere Ringe erkennen, die durch Lücken voneinander getrennt waren.
Die inneren Ringe des Saturn bewegen sich schneller um den Planeten wie die äußeren Ringe, da die Ringe aus Bruchstücken von Gesteinen bestehen. Die amerikanischen Raumsonden Pioneer II und Voyager 1 und 2 in den Jahren 1980 und 1981 übermittelten zahlreiche scharfe Farbbilder des Planeten und besonders des Ringssysteme von Saturn.
Die Atmosphäre des Planeten ähnelt dem des Jupiter mit Wasserstoff (93 %) und Helium (6%) als Hauptbestandteile. Die Windgeschwindigkeiten in der Atmosphäre erreichen ca. 1 500 Kilometer pro Stunde – höher als bei Jupiter.
Neben Neptun und Jupiter sendet auch der Saturn mehr Energie in den Weltraum aus, als er von der Sonne empfängt und verfügt somit eine eigene Energiequelle im Inneren des Planeten.
Das Ringsystem von Saturn beginnt in einer Höhe von 7 Kilometer mit dem inneren Ring, der äußerste Ring endet bei ca. 500 000 Kilometer über den Saturnäquator. Sie bestehen aus Gesteinsbrocken unterschiedlicher Größe, die von über 1 Meter bis zu feinsten Steinstaub von wenigen Millimetern reichen. Sogenannte Hirtenmonde stabilisieren das Ringsystem von Saturn, sie befinden sich am inneren und äußeren Rand der Ringe. Man nimmt an, dass ohne diese Stabilisatoren die Ringe sich schon längst aufgelöst hätten.
Saturn ist der mondreichste Planet des Sonnensystems. Er besitzt 23 Monde, der zweitgrößte von ihnen – Titan – hat sogar eine eigene Atmosphäre, die hauptsächlich aus Stickstoff (94%) und Methan (6%) besteht. Bei keinem anderen Mond um einen Planeten des Sonnensystems konnte bisher eine eigene Atmosphäre nachgewiesen werden, außer bei Titan.
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Besondere Merkmale:
Leider kann Pluto nicht mit dem bloßen Auge gesehen werden. Der Planet ist zu weit von der Sonne und der Erde entfernt, zudem hat er nur einen Äquatordurchmesser von 2 300 Kilometer.
Im Jahre 1930 wurde der Planet Pluto von dem amerikanischen Astronomen C. Tombaugh entdeckt. Er verkalkulierte sich jedoch vom vorausberechneten vermutlichen Ort. Dieses Geheimnis wurde erst 1978 gelüftet, als ein Mond von Pluto entdeckt wurde, der diese “Abweichung” verursachte. Aus der Bewegung des Mondes wurde die Masse von Pluto berechnet.
Ein Teil der Plutobahn liegt innerhalb der Neptunbahn. Deshalb kann es passieren, dass Pluto näher der Erde ist wie Neptun. Im Sonnensystem bisher ein Novum.
Pluto hat nur 1/7 der Masse des Mondes, also den zweitausendsten Teil der Erdmasse.
Der einzige Mond von Pluto heißt Charon. Er ist ca. halb so groß und hat eine Rotation von 6 Tagen und 9 Stunden um den Planeten Pluto.
Bisher erreichte noch keine Raumsonde Pluto. Deshalb sind auch die Erkenntnisse über den Planeten noch sehr gering. Vermutlich ist Pluto von einer Eisschicht aus Ammoniak und Methan bedeckt. Möglich wäre auch die Entdeckung von Wassereis.
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Besondere Merkmale:
Der lichtschwache Neptun kann mit bloßen Auge nicht am Firmament beobachtet werden. Auch bei maximaler Annährung an die Erde ist dies nicht möglich.
Neptun wurde im Jahre 1846 entdeckt. Er verdankt seine Entdeckung intensiven Berechnungen der Uranus-Bahn. Da jedoch die Beobachtungen mit den Berechnungsdaten nicht übereinstimmten, kamen die Fachleute zu dem Schluss, dass ein weiterer noch unbekannter Planet mit erheblicher Masse den Uranus in seiner Bewegung beeinflussen müsse.
Der franz. Astronom U.J.J. Leverrier berechnete mithilfe der Abweichungen den Ort des neuen Planeten Neptun, der dann auch mittels Fernrohr beobachtet werden konnte.
Neptun wurde nach dem römischen Meeresgott benannt, der dem griechischen Poseidon entspricht.
Die Sonne Voyager 2 brachte neue Erkenntnisse des ansonsten noch wenig erforschten Planeten Neptun. 1989 passierte Voyager 2 den Planeten in einen Abstand von nur ca. 5 000 km und schoss zahlreiche Fotos.
Die Geschwindigkeit von Neptun auf seiner Bahn um die Sonne beträgt nur etwa 5 Kilometer pro Sekunde, die Erde hingegen legt 30 Kilometer pro Sekunde auf ihrer Umlaufbahn zurück.
Die Größe der Umlaufbahn sowie der zunehmende Abstand von der Sonne “bremst” die Geschwindigkeit.
Der Methananteil der Atmosphäre des Planeten lässt Neptun in einem bläulichen Licht schimmern.
Weitere Bestandteile der Atmosphäre sind Wasserstoff und Helium
Weitere besondere Kennzeichen des Planeten sind ein großer dunkler Fleck, der durch Wolkenformationen gebildet wird. Die Länge des Flecks beträgt bis zu 12 000 Kilometer und übertrifft sogar noch den Wolkenwirbel bei Jupiter. Ob es sich hierbei auch um einen gewaltigen Wirbelsturm handelt ist nicht bekannt.
Neptun besitzt auch ein Ringsystem, das allerdings sehr unscheinbar ist.
Wie Jupiter verfügt auch Neptun über eine eigene Wärmequelle im Inneren des Planeten. Neptun besitzt 8 Monde, 6 wurden von der Raumsonde Voyager 2 entdeckt. Der größte Mond mit Namen Triton hat einen Durchmesser von ca. 2 700 Kilometer und eine dünne Atmosphäre, die aus Stickstoff besteht.
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Besondere Merkmale:
Die Einzelheiten des Mondes kann man ohne optische Hilfsmittel betrachten. Er ist der einzige natürliche Himmelskörper, der sich um die Erde bewegt.
Der Mond war und ist die Grundlage unserer heutigen Kalender.
Die 12 Mondumläufe um die Erde pro Jahr sowie die 12 Monate gehen darauf zurück.
Durch die regelmäßig immer wiederkehrenden Mondphasen war es vor allem in der Landwirtschaft eine große Hilfe, kleinere Zeitspannen des Monats am Himmel abzulesen.
Die erste detaillierte Mondkarte zeichnete der Astronom J. Hevel im Jahre 1661.
In dieser Zeit wurden auch die ersten Fernrohre gebaut.
Für die wissenschaftlichen Auswertung des Mondes waren Raumsonden und insbesondere die bemannten Apolle-Flüge entscheidend. Sie fanden in den Jahren 1968 bis 1972 statt.
Insgesamt 12 Astronauten waren in dieser Zeit für die Erkundung des Mondes zuständig.
Sie sammelten ca. 400 kg Mondmaterial, das auf der Erde ausgewertet wurde.
Die Entfernung des Mondes zur Erde schwankt von ca. 356 000 km bis 407 000 km.
Auffällig sind die verschiedenen Mondphasen. Sie entstehen dadurch, dass die eine Hälfte des Mondes stets beleuchtet ist aber ein Beobachter auf der Erde den Mond immer unter verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.
Befindet sich der Mond auf der selben Seite des Himmels wie die Sonne sieht man von der Erde aus betrachtet die unbeleuchtete Seite des Mondes. Diese Phase wird Neumond genannt.
Steht der Mond der Sonne am Himmel genau gegenüber, spricht man von Vollmond.
Nach der Neumondphasen erleben wir einen “zunehmenden” Mond, während man nach der Vollmondphase einen “abnehmenden” Mond sieht.
Von einem Vollmond zum nächsten vergehen ca. 29,5 Tage. Dies nennt man einen synodischen Monat. Bezogen auf die Sterne dauert der Umlauf 27,3 Tage (syderische Tage), der jedoch keine Bedeutung für unsere Kalender hat.
Der Mond rotiert um die eigene Achse. Ein Mondtag dauert jedoch solange wie der Mondumlauf um die Erde. Der Mond bewegt sich in “gebundener” Rotation, d. h. wir sehen stets dieselbe Seite des Mondes.
Der Mond hat praktisch keine Atmosphäre. Viele Krater zeugen von den Meteoriteneinschlägen auf der Oberfläche. Auf der Mondoberfläche beobachtet man dunkle ausgedehnte Felder. Hier handelt es sich um Tiefebenen, die mit Vulkanaktivitäten früherer Jahrmillionen im Zusammenhang stehen.
Die großen Gebirgszüge des Mondes wurden nach bekannten Gebirgszügen unserer Erde genannt, wie z. B. Karpaten, Alpen, und Kaukasus. Sie ragen bis zu 10 km dem
Mondhimmel entgegen. Interessant ist die Entdeckung von Wasser in gebundener Form, vielleicht kann man dieser Erkenntnis in Zukunft für künftige Raumstationen auf dem Mond verwenden.
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Besondere Merkmale:
Der Planet Merkur ist mit bloßen Auge nur sehr schwer zu erkennen. Er besitzt zwar eine starke Helligkeit jedoch hat er einen zu geringen Winkelabstand zur Sonne. Deshalb kann man den Planeten nur für kurze Zeit in der Morgen- oder Abenddämmerung sehen.
Nur 28 Grad kann sich der Planet Merkur für einen Beobachter auf der Erde von der Sonne entfernen.
Merkur wurde in der römischen Mythologie mit dem Gott des Handels identifiziert, da seine schnelle Bewegung auffällig war.
Die Griechen sahen in ihm den Götterboten Hermes. Recht viel wusste man von dem Planeten nicht und so waren vor allem nur die Phasen des Merkur – ähnlich wie bei unserem Erdtrabanten – bekannt.
Da der Merkur keinen Mond besitzt, war die Massenbestimmung für lange Zeit nicht zu ermitteln.
Erst gegen Ende des 19 Jahrhunderts gelang es dem deutschen Astrophysiker Karl Friedrich Zöllner, Rückschlüsse aus dem Rückstrahlvermögen des Merkur zu ziehen.
Die amerikanische Raumsonde Mariner 10 näherte sich 1974/75 Merkur bis auf minimal 327 km und fotografierte tausende scharfe Bilder von der Planetenoberfläche.
Merkur ist der sonnennächste aller Planeten. Da sich Merkur innerhalb der Erdbahn um die Sonne bewegt, kann er am Himmel niemals der Sonne gegenüberstehen.
Der Planet zählt zu den kleinsten Planeten des Sonnensystems. Ein Merkurtag dauert 58,6 Tage.
Auch Merkur verfügt über keine nennenswerte Atmosphäre. Sie besteht u.a. aus Helium und Argon. Die Temperaturen bewegen sich von -150 Grad und +430 Grad. Die Oberfläche erinnert sehr stark an der des Mondes. Auch hier finden sich viele Kratereinschläge von Meteoriten.
Merkur besitzt ein schwaches Magnetfeld. Dies schließt man aus der hohen mittleren Dichte. Es wird daher angenommen, dass der Planet einen Eisen-Nickel-Kern besitzt.